Trends im Badezimmer

Es geht im Bad zu wie auf dem Laufsteg in Mailand: Jedes Jahr gibt es neue Trends von den Herstellern von Fliesen, Badkeramik und aus der findigen Haustechnik. Vieles davon ist kurzlebig, anderes hat sich im Jahre oder sogar Jahrzehnte als langlebig bzw. klassisch herauskristallisiert. Früher mußte alles funktional sein, Design hatte eine untergeordnete Rolle, heute setzt der Badzimmer-Besitzer auf Komfort, Wellness und Optik. Auch der Anspruch an die Qualität der verarbeiteten Produkte wird demzufolge immer größer, da auch der Preis fürs neue Bad Jahr für Jahr steigt und man diese Geldanlage langfristig betrachtet, auch die Nachhaltigkeit hat Einzug genommen im deutschen Badezimmer. Badmöbel sind heute feuchteresistenz, sie quellen wie früher nicht mehr auf. Die Duschköpfe werden aus ptischen Gründen immer größer, aber der Wasserverbrauch ist trotzdem gesunken. Armaturen an Waschtisch und Dusche reichern das Wasser immer mehr mit Luft an: Der Wasserstrahl kommt satt daher, der Verbrauch an kostbarem Trinkwasser aber wird gesenkt. Im Installationsbedarf werden heute Mehrschichtverbundrohre als Rohrleitungen verwendet, die nicht mehr korrodieren können, auch im Heizungsbau werden sie vermehrt verwendet. Rohrleitungsschäden sind hier bei fachgerechter Bearbeitung und Verlegung langfristig auszuschließen. Die Heizung im Bad wird heute durch Handtuchheizkörper bzw. spezielle Badheizkörper gewährleistet. Stark im kommen ist wieder das Bidet, allerdings nicht als separates Badobjekt, sondern in Kombination mit dem wandhängenden WC: sogenannte Hygiene-WCs mit Bidet-Funktion reinigen nach dem Toilettengang den Po mit einem sanften Wasserstrahl, was hautschonender ist als die Benutzung von trockenem Toilettenpapier. Diese Wellness-Einrichtung bietet spührbare Frische und Sauberkeit. Neuste Modelle haben sogar schon einen Föhn eingebaut … Barrierefreie Duschen werden auch für jüngere Menschen immer interessanter, allerdings sind diese Duschanlage oft noch nicht so groß wie notwendig, um mit einem Rollstuhl hineinfahren zu können. Duschtüren bzw. Duschabtrennungen sind heute ebenfalls ebenerdig ohne störende Aluminiumkante, und sogar der im barrierefreuien Bad immer öfter favorisierte Duschvorhang ist heute technisch aufgepeppt in verschiedenen Design und Größe erhältlich. Ganz ohne Echtglasduschabtrennung oder Vorhang funktioniert die Dusche in Schneckenform, oft installiert mit Duschrinne, allerdings benötigt man hier mehr Platz als üblich. Auch Wanne-Duschkombinationen sind insbesondere bei kleinen Bädern mit wenig Platz wieder up-to-date, oft auch hier miti seniorengerechtem ebenerdigem Einstieg mit Tür.

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